October 1, 2020

Tarifvertrag dehoga tabelle

NGG und BdS schlossen zwei Branchenverträge für Ostdeutschland und Westdeutschland (einschließlich Ostberlin). Zum Zeitpunkt des Schreibens (Juli 2011) wird ein neuer Tarifvertrag ausgehandelt. Die Mitgliedsorganisationen der NGG und deHOGA verhandeln auf Bundesebene. In 10 der 18 regionalen Organisationen der DEHOGA ist ein sogenannter OT-Status erlaubt. Der sogenannte OT-Mitgliedschaftsstatus bedeutet, dass Arbeitgeber Mitglieder der Regionalorganisation deHOGA sein können, ohne dass eine verbindliche Verpflichtung zu den abgeschlossenen Tarifverträgen besteht (OT ist das Akronym für Ohne Tarifbindung). In der Gastronomie schließen NGG und BdS sektorale Vereinbarungen auf nationaler Ebene ab. Seit 2010 erlaubt der BdS seinen Mitgliedern, alternativ Einzelarbeitgeberverträge mit der NGG abzuschließen. BdS hat keine OT-Mitgliedschaft Der HORECA-Sektor ist ein wichtiger Arbeitgeber, doch seit 2003 (Modernisierung des Arbeitsrechts) ist die Beschäftigung von einem beträchtlichen Anteil an atypischen Verträgen geprägt. Zwischen 2008 und 2010 hatte die Wirtschaftskrise starke, aber kurze Auswirkungen.

Eine Gewerkschaft und drei Arbeitgeberorganisationen sind in diesem Sektor tätig. Zwei EO sind an Tarifverhandlungen beteiligt. Es gibt kein Problem mit der Repräsentativität. Die NGG ist die einzige Gewerkschaft, die an Tarifverhandlungen in der Branche beteiligt ist. Die NGG hat insgesamt 206.000 Mitglieder (2010). Rund 41 % der Mitglieder sind Frauen. Zahlen über die Mitgliedschaft in Hotels und Restaurants werden nicht veröffentlicht, aber es wird zugegeben, dass die Gewerkschaftsdichte in diesem Sektor insgesamt gering ist. Die Struktur der Industrie mit ihrer Dominanz kleiner Betriebe macht es sehr schwierig, eine breite und nachhaltige Gewerkschaftspräsenz aufzubauen. Dies spiegelt sich zum Teil in der marginalen Präsenz der Betriebsräte in der Branche wider.

Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarktforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Bereich “Hotel, Gastronomie und sonstige Dienstleistungen” haben nur 3 % der Betriebe, die 14 % der Beschäftigten in Betrieben mit mindestens fünf Beschäftigten in Westdeutschland beschäftigen, einen Betriebsrat. In Ostdeutschland lag die Deckungsquote der Betriebsräte 2009 bei 4 % bzw. 16 %. Die Beziehungen zwischen den Verhandlungsparteien in der Branche beschränken sich weitgehend auf die klassischen Fragen der Bezahlung und Arbeitszeit. Die institutionalisierte Zusammenarbeit – sei es in Form von Tarifverhandlungen oder in Form von Betriebsräten – ist begrenzt. Die tarifliche Arbeitszeit variiert je nach Tarifregion – zwischen 169 und 173 Stunden pro Monat. In einigen Verhandlungsregionen wurde eine tarifliche Wochenarbeitszeit von 39 Stunden vereinbart. In den meisten Verhandlungsregionen kann die tägliche Arbeitszeit zwischen 5 und 10 Stunden variieren. Der BdS verweist insbesondere auf seine Charta der Systemgastronomie. Die Charta wird von den großen BdS-Unternehmen unterzeichnet und beinhaltet ein Bekenntnis zu Tarifverhandlungen sowie zu Lehrlingsausbildungund und Weiterbildung. Eine solche Praxis gibt es nicht.

Es gibt jedoch eine Praxis der Ausweitung von Tarifverträgen, die auf Bundesebene (Bundeslaender) geschlossen werden. Seit 2011 sind beim Bundesarbeitsministerium sechs Tarifverträge und ein regionaler Rententarifvertrag registriert.

About Bob Bergey

Bob has been driving motorcoaches since 2002, in every state east of the Mississippi and a few west, as well as the four southeastern-most provinces of Canada. In addition to driving, he's an avid photographer (and former professional), enjoys writing and technology.